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14-10-2020  |  

In Beijing gibt es sieben große Weltkulturerbestätten: Die Verbotene Stadt, die Große Mauer, die historische Zhoukoudian-Stätte des Beijing-Menschen, den Himmelstempel, den Sommerpalast, die Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien und den Großen Kanal.

1. Die Verbotene Stadt und das Palastmuseum

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Das Palastmuseum [Foto: tuchong.com]

Der ehemalige Kaiserpalast in Beijing war der Sitz der Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien und heißt auch „Verbotene Stadt“. Sie liegt in der Mitte der zentralen Achse von Beijing und präsentiert die Essenz der alten chinesischen Palastarchitektur. Mit drei großen Hallen als Zentrum  die Halle der Höchsten Harmonie (Taihe Dian), die Halle der Mitteleren Harmonie (Zhonghe Dian) und die Halle der Erhaltung der Harmonie (Baohe Dian) – verfügt die Verbotene Stadt über ein Areal von 720.000 Quadratmetern. Auf einer bebauten Fläche von 150.000 Quadratmetern befinden sich mehr als 70 Hallen und über 9.000 Räume. Sie ist heute eine der größten und am besten erhaltenen antiken Holzstrukturen der Welt. Die Verbotene Stadt, der Palast von Versailles in Frankreich, der Buckingham-Palast in Großbritannien, das Weiße Haus in den USA und der Moskauer Kreml in Russland sind als die fünf großen Paläste der Welt bekannt, von denen die Verbotene Stadt in Beijing als der erste der fünf großen Paläste gilt. 1987 wurde die Verbotene Stadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. 

2. Die Große Mauer

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Die Große Mauer [Foto: tuchong.com]

Die Große Mauer, auch „Zehntausend-Li-Mauer“ genannt, ist eine Grenzbefestigung des antiken Chinas. Die Kaiser befahlen den Bau dieser hohen, festen und unglaublich langen Mauer, um sich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden zu schützen. Die Große Mauer ist keine rein isolierte Stadtmauer, sondern ein Verteidigungssystem mit der Stadtmauer als Hauptkörper und einer Vielzahl von Städten, Barrieren, Schilderhäusern und Signaltürmen. Insgesamt erstreckt sich die Große Mauer über 15 Provinzen, autonome Gebiete und Städte: Hebei, Beijing, Tianjin, Shanxi, Shaanxi, Gansu, Innere Mongolei, Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Shandong, Henan, Qinghai, Ningxia und Xinjiang. In Beijing befinden sich die Mauerabschnitte von Badaling, Juyongguan, Mutianyu und Simatai. 1987 wurde die Große Mauer in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

3. Die historische Zhoukoudian-Stätte des Beijing-Menschen 

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Die historische Zhoukoudian-Stätte [Foto: tuchong.com]

Die historische Zhoukoudian-Stätte des Beijing-Menschen befindet sich im Drachenknochen-Hügel in Zhoukoudian im Beijinger Bezirk Fangshan. Sie ist eine wichtige historische Stätte zur Erforschung des chinesischen Paläolithikums. Die Ausgrabungen begannen im Jahr 1927. In der Höhle wurden drei vollständige Schädel und die Reste von Knochen entdeckt. Sie ist die Fundstätte der Fossilien des Beijing-Menschen und des Shandingdong-Menschen. Der Shandingdong-Mensch war ein Typ von Homo Sapiens Sapiens, der vor mehr als 10.000 Jahren gelebt hat. Gleichzeitig bieten die Funde wichtige Materialien für die Erforschung der menschlichen Evolution. Seit der Gründung der Volksrepublik China wurden hier Fossilien des Beijing-Menschen sowie aus Stein gefertigte Werkzeuge und Feuerrelikte entdeckt, die wertvolle Materialien für die Erforschung der Geschichte der menschlichen Entwicklung und der chinesischen Urgesellschaft darstellen. Im Jahr 1987 wurde die historische Zhoukoudian-Stätte in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

4. Der Himmelstempel

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Der Himmelstempel [Foto: tuchong.com]

Der Himmelstempel liegt auf der östlichen Seite der Yongdingmennei-Straße im Bezirk Dongcheng und ist eine Tempelanlage in Beijing, in der die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien jedes Jahr Opferzeremonien für den Himmel abhielten. Die gesamte Anlage besteht aus zwei Teilen: einem inneren und einem äußeren Bereich. Auch der innere Bereich wird in zwei Teile unterteilt: den „Altar des Erntegebets“ (Qigu Tan) im Norden und die „Dreistufige Marmorterrasse“ (Yuanqiu Tan) im Süden. Der äußere Bereich des Tempels ist ein Waldgebiet und mit Grün bedeckt. Im Südwesten des äußeren Bereichs liegt die „Halle sakraler Musik“ (Shenyue Shu), die in den Ming- und Qing-Dynastien zur Übung der Opferritualmusik und zur Ausbildung von Opfertänzern diente. Der Himmelstempel hat eine Fläche von 201 Hektar und besteht hauptsächlich aus vier antiken Baukomplexen: dem Altar des Erntegebets (Qigu Tan), der „Dreistufige Marmorterrasse“ (Yuanqiu Tan), dem „Palast der Abstinenz“ (Zhai Gong) und der „Halle sakraler Musik“ (Shenyue Shu). Er hat insgesamt 92 antike Gebäude mit mehr als 600 Räumen. Der Himmelstempel stellt den größten und vollständigsten Baukomplex für die Anbetung des Himmels in China und in der Welt dar. Im Jahr 1998 wurde der Himmelstempel in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

5. Der Sommerpalast

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Der Sommerpalast [Foto: tuchong.com]

Der Sommerpalast war ein kaiserlicher Garten in der Qing-Dynastie. Früher wurde er als Qingyi-Garten bezeichnet. Der Sommerpalast liegt im westlichen Vorort von Beijing, 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und in der Nähe des Alten Sommerpalasts. Während der Regierungszeit von Kaiser Xianfeng wurde der Qingyi-Garten von einem anglofranzösischen Invasionsheer zerstört. Erst im 14. Jahr der Regierungszeit von Kaiser Guangxu wurde er wiederaufgebaut und in Sommerpalast umbenannt. Danach wurde der Sommerpalast zwei weitere Male zerstört. Der Sommerpalast ist als einer der vier großen Gärten Chinas bekannt. Die anderen drei Gärten sind der Chengde-Sommerpalast, die Zhuozheng-Gärten und die Liuyuan-Gärten. Zusammen mit dem Longevity Hill formt der Kunming-See die Landschaft des Sommerpalasts. Er ist ein großer Landschaftsgarten, der auf der Konstruktion vom Westsee in Hangzhou basiert und sich auf die Gestaltung der Gärten südlich des Unterlaufs des Jangtse stützt. Außerdem ist er der am besten erhaltene kaiserliche Garten und ist auch als „Kaiserliches Gartenmuseum“ bekannt. Im Jahr 1998 wurde der Sommerpalast in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

6. Die Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien

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Die Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien [Foto: tuchong.com]

Bei den Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien handelt es sich um die Komplexe der kaiserlichen Grabstätten, die in den Ming- und Qing-Dynastien aufgebaut wurden. Von 2000 bis 2004 wurden die westlichen Qing-Gräber, das Ming-Xianling-Mausoleum, die östlichen Qing-Gräber, das Ming-Xiaoling-Mausoleum, 13 Ming-Gräber und drei kaiserliche Gräber in Shenyang (das Fuling-Mausoleum, das Zhaoling-Mausoleum und das Yongling-Mausoleum) nacheinander in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien befinden sich in Beijing, Hebei, Hubei, Jiangsu, Anhui und Liaoning. Die 13 Ming-Gräber sind die berühmtesten Stätten unter den Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien in Beijing. Sie sind das Ensemble der Gräber von 13 Kaisern, die   nach der Verlegung der Hauptstadt nach Beijing starben. Die Kaiserlichen Grabstätten der Ming- und Qing-Dynastien sind heute der größte kaiserliche Grabkomplex in China und sogar der Welt mit der größten Anzahl an Gräbern von Kaisern und Kaiserinnen.

7. Der Große Kanal

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Der Große Kanal [Foto: tuchong.com]

Die Bauarbeiten des Großen Kanals begannen im Jahr 486 vor Christus. Der Große Kanal gilt als Meisterwerk der Wasserbaukunst des antiken Chinas, das vom arbeitenden Volk errichtet wurde. Er ist der längste von Menschen geschaffene  und auch der früheste und größte künstliche Kanal auf der Welt. Der Große Kanal ist in drei Teile gegliedert: den Großen Kanal der Sui- und Tang-Dynastien, den Großen Beijing-Hangzhou-Kanal und den Zhedong-Kanal. Diese drei Kanäle erstrecken sich über acht Provinzen und regierungsunmittelbare Städte: Beijing, Tianjin, Hebei, Shandong, Henan, Anhui, Jiangsu und Zhejiang. Der Große Kanal hat bis heute eine Geschichte von mehr als 2.500 Jahren. 2014 wurde der Große Kanal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Große Beijing-Hangzhou-Kanal erstreckt sich von Beijing über Tianjin, Hebei, Shandong und Jiangsu bis nach Hangzhou in der Provinz Zhejiang. Mit einer Länge von 1.794 Kilometern verbindet er fünf Flüsse: den Meerfluss, den Gelben Fluss, den Huai-Fluss, den Jangtse und den Qiantang-Fluss. Für die Schifffahrt, die Bewässerung und die Entwässerung hat der Große Kanal einen hohen Stellenwert. Er war eine wichtige Route für den Wassertransport und spielte eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Nord- und Südchina.