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Beijings Zentralachse ist mit 7,8 Kilometern die längte Stadtachse der Welt. Sie ist Produkt einer der besten Stadtplanungen der Geschichte. Sie gilt heute als „Wirbelsäule der Stadtkultur" und ein Magnet für Touristen aus der ganzen Welt. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Die Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien sind die zentralen Etappen für den Bau der Zentralachse Beijings und ihrer östlich-westlichen Symmetrie. Ursprünglich führte sie vom südlichen Yongdingmen-Tor bis zu dem Trommel- und dem Glockenturm im Norden des Kaiserpalastes. Hier sammeln sich viele antike chinesische Bauten aus der Kaiserzeit. 2001 hat man begonnen, die Achse nach Norden zu verlängern. Im Osten liegt das Nationalstadion „Vogelnest" und im Westen das Nationale Schwimmzentrum „Wasserwürfel". Im Nordosten befindet sich der Olympia Park. Entlang dieser Achse spiegelt sich die Sozialstruktur des alten Chinas, dessen Moralkanon und Wertesystem sowie der Weg der goldenen Mitte in der alten Kultur. Diese lange Achse gilt als eine der besonderen Attraktionen Beijings, die es so nicht noch einmal auf der Welt gibt.

Die Zentralachse zieht unzählige Touristen aus China und der ganzen Welt an. Sie beginnt am Yongdingmen-Tor – dem zentralen Beijinger Stadttor der Ming- und Qing-Dynastie. Dort haben sich antike Bauten, Grünflächen und kaiserliche Tempel miteinander vermischt. Im Kern der Achse befindet sich der Kaiserpalast mit seiner herausragenden Architektur. Der Palast, ein Weltkulturerbe, nimmt den ersten Platz unter den fünf beliebtesten Palästen der Welt ein. Um sein Ausmaß auf einmal zu erblicken, muss man zum Pavillon Wanchunting im Jingshan-Park hinaufsteigen. Von dort kann man auch die geordnete Symmetrie der Achse sehen. Jingshan beziehungsweise der Berg Jing war einst der höchste Punkt im Beijinger Stadtzentrum und stand dem Trommelturm im Norden gegenüber. Der dahinter befindliche Glockenturm im Norden war einst, in der Yuan-, Ming- und Qing-Dynastie, die „Stadtglocke". Sie waren im alten China die höchsten Bauten der Stadt.

Seit der Eröffnung des Olympia Parks ist die Achse Beijings wieder in aller Munde. Das runde Vogelnest und der quadratische Wasserwürfel verkörpern die antike Auffassung eines runden Himmels und einer quadratischen Erde. 2017 hat der bekannte russische Sinologe Prof. Yuri Tafroevsky die Zentralachse besucht und sie als „eine in sich verschlungene Integration traditioneller und moderner Architektur und Essenz chinesischer Kultur" bezeichnet.

Derzeit befinden sich insgesamt sieben Weltkulturerbe in Beijing. Als kulturelle Wirbelsäule wurde die Zentralachse 2012 vom Chinesischen Antiquitätenamt in die Vorbereitungsliste für den Antrag eines Weltkulturerbes aufgenommen. Seitdem ist der Erhalt dieser historisch und kulturell bedeutenden Achse ein großes Anliegen für die chinesische Hauptstadt. In diesem Sinne wurden auch das Yongdingmen-Tor und das Gebiet um den Trommel-, den Glockenturm und den Shichahai-See renoviert. Im Juli 2018 wurde festgelegt, die Zentralachse als UNESCO-Weltkulturerbe für 2035 zu beantragen. Es bezieht sich auf insgesamt vierzehn historische Stätten, darunter das Qianmen-Tor, die Verbotene Stadt, der Jingshan-Park, der Trommel- und der Glockenturm, die Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao, das Monument der Volkshelden sowie der Tian´anmen-Platz.

Der bekannte chinesische Architekt Liang Sicheng hat einmal die Zentralachse Beijings so bewertet: „Die besondere Erhabenheit und Anordnung der Stadt wird durch diese Achse geformt." Beijings Zentralachse hat einen wichtigen kulturellen und historischen Wert, der das kulturelle Selbstvertrauen der chinesischen Hauptstadt repräsentiert. In der Zukunft wird sich die Achse möglicherweise noch zu „Chinas Aushängeschild" entwickeln.