Am 31. Oktober wurden im Rahmen der vierten Archäologischen Austauschveranstaltung der Region Beijing-Tianjin-Hebei sowie der Abschlussveranstaltung der Öffentlichen Archäologiesaison Beijing 2026 eine Reihe neuer archäologischer Entdeckungen vorgestellt – darunter die erstmalige Entdeckung von Überresten der Großen Mauer aus der Sui-Dynastie in der Region Beijing. Von August bis Oktober dieses Jahres führte das Archäologische Institut von Beijing planmäßige archäologische Ausgrabungen an der Stätte der Garnisonsfestung der frühen Abschnitte der Großen Mauer in Dalinggou im Bezirk Changping durch. Die Ausgrabungsfläche betrug 800 Quadratmeter. Es wurden mehr als 60 Fundstücke beziehungsweise Fundensembles aus Keramik, Porzellan und Metall ausgegraben, darunter Bauteile, Gebrauchsgegenstände und Waffen, die aus der Zeit der Nördlichen Dynastien, der Sui-Dynastie und der Jin-Dynastie stammen.

Stätte der Garnisonsfestung der frühen Abschnitte der Großen Mauer in Dalinggou im Bezirk Changping
Nach umfassender Begutachtung durch Fachleute steht fest: Die Überreste der Stätte der Garnisonsfestung der frühen Abschnitte der Großen Mauer in Dalinggou im Bezirk Changping sind hauptsächlich der Zeit der Nördlichen Qi-Dynastie und der Sui-Dynastie zuzuordnen; auch in der Jin-Dynastie wurden sie noch teilweise weitergenutzt. Es handelt sich hierbei um die erste Entdeckung von Überresten der Großen Mauer aus der Sui-Dynastie in der Region Beijing. Der Fund ist für die Erforschung der Chronologie, Lage, Linienführung und des militärischen Verteidigungssystems der frühen Abschnitte der Großen Mauer in Beijing von großem Wert. Auch für die Untersuchung der Lage und Linienführung der Großen Mauer aus der Sui-Dynastie in den Provinzen Hebei und Shanxi ist er von großer Bedeutung.
(Inhaltsquelle: Beijing Daily)