Beijinger Börse nimmt Handel auf

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2021-11-16

Die neu gegründete Beijinger Börse nimmt am Morgen des 15. November 2021 den Handel auf, wobei eine erste Gruppe von 81 Unternehmen ihr Debüt an der Börse gibt.

Furioser Handelsstart an der neuen Beijinger Börse: Bei zehn Unternehmen musste der Handel in den ersten 30 Minuten gleich zweimal ausgesetzt werden, da ihre Kurse um mehr als 60 Prozent gestiegen waren.

Die maximale tägliche Kursschwankung der an der Beijinger Börse (BSE) notierten Unternehmen ist auf 30 Prozent festgelegt, wobei es für den ersten Handelstag keine Obergrenze gab. Der Handel wird jedoch grundsätzlich für 10 Minuten ausgesetzt, sobald der Kurs des Unternehmens um 30 Prozent gegenüber der Eröffnungsnotierung steigt. Eine weitere Unterbrechung von 10 Minuten erfolgt, sobald der Kurs einer Aktie um insgesamt 60 Prozent gestiegen ist.

Unter den ersten 81 Unternehmen, die an der neuen Börse notiert wurden, verzeichnete Henan Tongxin Chuandong, ein führender chinesischer Anbieter von Autoteilen, in den ersten Handelsminuten einen Kursanstieg von fast 400 Prozent. Fast 60 Unternehmen verzeichneten in den ersten 10 Handelsminuten Kursgewinne.

Einzelanleger, die über ein Vermögen von mindestens 500.000 Yuan (ca. 70.000 Euro) auf ihren persönlichen Wertpapierkonten verfügen, dürfen an der Börse handeln. Die Zahl der qualifizierten Anleger wird nach Schätzungen der BSE bei über vier Millionen liegen.

Die BSE, die technologisch fortschrittlichere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fördern soll, wurde Anfang September von den zentralen Aufsichtsbehörden ins Leben gerufen. Sie baut zunächst auf dem NEEQ Select auf, der höchsten Stufe des gerade acht Jahre alten Systems „National Equities Exchange and Quotations“. Unternehmen, die an der NEEQ Innovation – der zweithöchsten Stufe der NEEQ – gehandelt werden, können sich um eine Notierung an der BSE bewerben, sofern sie 12 Monate in Folge an der NEEQ Innovation notiert bleiben.

Eugene Qian, Vorsitzender von UBS Securities, sagte, die Eröffnung der BSE sei ein wichtiger Schritt zum Aufbau eines mehrstufigen Kapitalmarktes in China. Der Schwellenwert von 200 Millionen Yuan für die Marktkapitalisierung der an der BSE notierten Unternehmen und die Tatsache, dass der Nettogewinn keine Rolle spiele, werde insbesondere innovativen KMUs zugutekommen.

Viele Menschen hoffen, dass sich die BSE von den anderen Börsen in China abhebe und sich zu einer chinesischen Version der Nasdaq entwickle, an der Technologie-Startups expandieren könnten, so Qian weiter.

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