
Ein Techniker trainiert einen Roboter beim Bettmachen. (Foto: Sun Ying)
In der AI Genesis Community im Beijinger Bezirk Haidian wurden zwei ursprünglich als Wohnraum genutzte Apartments des dortigen Talentapartmenthauses in eine Testplattform für KI-Datenerfassung in realen Szenarien umgewandelt. Unter Anleitung von Technikern können Roboter dort zahlreiche Alltagsaufgaben erledigen, vom Gläserspülen über die Zubereitung einfacher Gerichte und das Bettmachen bis hin zum Zimmeraufräumen.
Um die Anwendung der Roboter in der realen physischen Welt zu ermöglichen, braucht man riesige Mengen an Daten aus authentischen Alltagssituationen. Bislang wurden solche Trainingsdaten vor allem auf zwei Wegen gewonnen: durch Simulationstests und durch Datenerfassung im Labor. Simulationsdaten lassen sich zwar in großer Menge erzeugen, weisen aber nur eine geringe Vielfalt auf; Laborräume wiederum sind begrenzt und bieten nur wenige übertragbare Hintergrundszenarien. Die AI Genesis Community macht nun reale Wohnsituationen zum Experimentierfeld: Sie hilft Unternehmen, die Kosten für Testläufe bei der Datenerfassung zu senken, und erschließt zugleich einen neuen Weg, wie gemeinschaftliche Ressourcen für die Entwicklung neuer hochwertiger Produktivkräfte genutzt werden können – mit dem Ziel, auf kleinstem Raum die größtmögliche industrielle Wirkung zu entfalten.
Die AI Genesis Community liegt in Wudaokou im Bezirk Haidian und wurde in die Liste der „zehn bedeutendsten Innovationsviertel der Welt“ für das Jahr 2025 aufgenommen. In der Umgebung versammeln sich über 30 Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie mehr als 400 KI-Unternehmen mit einer großen Dichte an KI-Fachkräften. Spitzentechnologie gehört hier längst zum Alltag: Roboter fungieren als Servicekräfte und bereiten Speiseeis, Milchtee oder Kaffee zu. Im nächsten Schritt will die Community nach und nach weitere Flächen für das Robotertraining öffnen, darunter Bürogebäude, Läden und Supermärkte.
(Inhaltsquelle: Beijing Daily)