Die Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (UCAS) hat am Dienstag in Beijing ihre „School of Space Exploration“ vorgestellt – ein wichtiger Schritt zur Ausbildung von Talenten für Chinas Forschung in der Tiefenraum- und Weltraumwissenschaft.

[Foto: Die Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften]
Die Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (UCAS) hat am Dienstag in Beijing ihre „School of Space Exploration“ (Fakultät für interstellare Raumfahrt) vorgestellt.
Die Entscheidung zu ihrer Gründung wurde im November 2025 getroffen. Aufbauend auf bereits bestehenden 97 Kursen werden 22 neue Kernfächer hinzukommen, etwa interstellare Dynamik, Wahrnehmung und Nutzung der Weltraumumgebung, Planetendynamik und Bewohnbarkeit sowie interstellare Soziologie und Governance.
UCAS-Direktor Zhou Qi betonte, dass die Gründung der Fakultät eine Antwort auf eine neue Ära der Weltraumforschung sei. „Wir sind bereits über die Erde hinausgegangen – wir haben eine Raumstation errichtet, die Rückseite des Mondes erforscht und Missionen zum Mars gestartet. Es ist an der Zeit, strategisch über die Zukunft der interstellaren Raumfahrt nachzudenken“, sagte er.
Zhou hob hervor, dass über 100 Forschungsinstitute der CAS mit der Fakultät verbunden seien. „Wenn wir uns auf die Reise der interstellaren Raumfahrt begeben, werden wir mit allen Arten wissenschaftlicher und praktischer Herausforderungen konfrontiert sein – von Navigation und Weltraumwetter über Raumfahrzeugtechnik und Weltraumlandwirtschaft bis hin zur interstellaren Diplomatie. Keine einzelne Institution oder Disziplin kann dies allein bewältigen“, sagte er.
Er betonte auch, dass die Fakultät über bestehende akademische Grenzen hinausblicken müsse. „Wir dürfen nicht einfach nur den Spuren anderer zum Mond, zum Mars oder jenseits des Sonnensystems folgen. Wir müssen unsere eigene strategische Vision entwickeln und ein wissenschaftliches System aufbauen, das den künftigen gemeinsamen Bedürfnissen der Menschheit dient.“
Akademiker Zhu Junqiang erklärte, die Fakultät solle die langfristige Entwicklung der interstellaren Raumfahrt des Landes unterstützen und als Innovationsquelle sowie als Ausbildungsstätte für Talente dienen.
„Interstellare Raumfahrt ist eine komplexe, systematische Ingenieursaufgabe. Durchbrüche in einer einzelnen Disziplin können den Gesamtfortschritt des Vorhabens nicht unterstützen“, betonte Zhu. Die neue Fakultät integriere daher Luft- und Raumfahrttechnik, Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften rund um das große Ziel der interstellaren Raumfahrt.
(Inhaltsquelle: http://german.china.org.cn/txt/2026-01/28/content_118304769.htm)