„Verordnung der Stadt Beijing zum Schutz der Großen Mauer“ tritt in Kraft – Wissenschaft und Technologie unterstützen Schutz des Kulturerbes

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2026-03-11

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Die „Verordnung der Stadt Beijing zum Schutz der Großen Mauer“ ist am 1. März offiziell in Kraft getreten. Dabei verfolgt Beijing ein Konzept des „umfassenden Schutzes“, bei dem der Körper der Großen Mauer, das zugehörige Kulturerbe und das Umfeld der Großen Mauer in den Schutz einbezogen werden. Damit wird ein neuer systematischer Rahmen für den Schutz, die Weitergabe und die Nutzung der Großen Mauer aufgebaut.

Zugleich stärkt Beijing die wissenschaftlich-technologische Unterstützung und baut ein intelligentes Aufsichtssystem auf, das „Himmel und Erde integriert, dynamisch überwacht und Daten teilt“. Mithilfe technischer Mittel wie Fernerkundung, Vermessung und 3D-Modellierung können der Körper der Großen Mauer und potenzielle Umweltrisiken in Echtzeit erfasst und frühzeitig erkannt werden. Parallel dazu wird eine digitale Archivplattform aufgebaut, die die Merkmale der Form und den Erhaltungszustand der Großen Mauer systematisch dokumentiert und Daten für die Restaurierungsplanung sowie das Risikomanagement bereitstellt.

Während die Überwachung früher vor allem auf Patrouillen beruhte, kommen nun verstärkt Wissenschaft und Technologie zum Einsatz. Um Probleme wie das Besteigen der „wilden Großen Mauer“ (inoffizielle, nicht erschlossene Abschnitte) zu lösen, führt die Verordnung innovative Aufsichtsmethoden ein. So dürfen Bezirksbehörden für Kulturrelikte und Schutzinstitutionen der Großen Mauer künftig wissenschaftlich-technische Mittel wie elektronische Zäune einsetzen, um auf die Gefahren des Kletterns hinzuweisen und es zu unterbinden. Dadurch wird das Management zum Schutz der Großen Mauer präziser und effizienter.

Die Verordnung eröffnet neue Wege für die Aktivierung und Nutzung der Großen Mauer. Ein spezielles Kapitel zu „Nutzung und Weitergabe“ sieht unter anderem ein Bewertungs- und dynamisches Anpassungssystem für die Besuchsbereiche vor. Damit soll der Aufbau des Nationalen Kulturparks der Großen Mauer sowie des Kulturbandes entlang der Großen Mauer gefördert werden. Für geeignete Abschnitte und Punkte der Großen Mauer werden Maßnahmen wie die Festlegung der Besuchertragfähigkeit sowie die Förderung von Reservierungen und Besucherlenkung eingeführt, um eine geordnete Öffnung zu ermöglichen und der Öffentlichkeit schrittweise mehr Zugang und Nähe zur Großen Mauer zu bieten.

Darüber hinaus unterstützt Beijing Aktivitäten wie Forschungs- und Studienprogramme, die Entwicklung von Kultur- und Kreativprodukten sowie digitale Präsentationen. Kulturelle Einrichtungen entlang der Strecke werden ermutigt, thematische Ausstellungen zu veranstalten, um die Kultur der Großen Mauer stärker in das moderne Leben zu integrieren.

In Zukunft werden weitere beeindruckende Abschnitte der Großen Mauer für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Derzeit baut der Bezirk Yanqing ein weltklassiges Landschaftsgebiet der Großen Mauer bei Badaling auf. Zunächst wird eine 16,5 Kilometer lange Besucherroute fertiggestellt, die die Große Mauer bei Shuiguan, Badaling, die Alte Große Mauer und Huajiayao verbindet. In diesem Jahr wird Yanqing die Öffnung des Abschnitts von Badaling bis Huajiayao vorantreiben.

(Inhaltsquelle: Offizielles WeChat-Konto des Informationsbüros der Volksregierung der Stadt Beijing „Beijing Fabu“ (北京发布))

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