
Am 19. Oktober wurden die ISC-Zwischensitzung der Mitglieder und der Beijinger Wissenschaftsdialog 2026 in Beijing eröffnet. Die Veranstaltung steht unter dem Thema „Wissenschaft in einer komplexen Welt – Wissenschaft für eine bessere Zukunft“. Mehr als 1.200 Vertreter der Wissenschaft aus dem In- und Ausland nehmen daran teil.
Der Internationale Wissenschaftsrat (ISC) ist die weltweit einzige umfassende internationale Wissenschaftsorganisation, die sowohl die Natur- als auch die Sozialwissenschaften abdeckt. Seine wissenschaftlichen Bewertungen und politische Beratung wirken unmittelbar auf die Vereinten Nationen und die globale makropolitische sowie regelgebende Ebene ein. Die Zwischensitzung der Mitglieder findet zwischen zwei Vollversammlungen statt. In diesem Jahr wird sie zum ersten Mal in Beijing ausgetragen.
Auf der Eröffnungszeremonie wurden per Video fünf bedeutende Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung und dem Aufbau von Innovationsplattformen vorgestellt: die „Globalen Datenprodukte für nachhaltige Entwicklung (2025)“ der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS), die „Bedeutenden Ergebnisse der Archäometrie und des Kulturerbeschutzes“ der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), der „Bericht zum World Journal Clout Index (WJCI) für wissenschaftliche und technologische Fachzeitschriften“ der Chinesischen Vereinigung für Wissenschaft und Technologie (CAST), der „Bericht zur Entwicklung der Grundlagenforschung in China (2026)“ der Nationalen Naturwissenschaftlichen Stiftung Chinas sowie die „Entwicklung und Zukunftsperspektiven internationaler Wissenschafts- und Technologieorganisationen in Beijing“ der Volksregierung der Stadt Beijing. Die Ergebnisse decken Bereiche wie nachhaltige Entwicklung, Archäometrie und Kulturerbeschutz, wissenschaftliche und technologische Fachzeitschriften, Grundlagenforschung sowie die Entwicklung internationaler Wissenschafts- und Technologieorganisationen ab.
Auf der Eröffnungszeremonie wurde zudem die „Erklärung von Beijing zur Wissenschaft“ vorgestellt, die eine gemeinsame Position für die globale wissenschaftliche Entwicklung nach 2030 formulieren soll. Die Erklärung soll anschließend über Kanäle wie den Internationalen Wissenschaftsrat mit den Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft geteilt werden.
Als Flaggschiff-Veranstaltung des „Monats der Offenheit und Zusammenarbeit“ 2026 der CAST gliedert sich die Veranstaltung in zwei Phasen. Vom 19. bis 21. Oktober findet der Beijinger Wissenschaftsdialog statt, der aus der Eröffnungszeremonie und dem Hauptforum, Satellitensymposien, Plenarsitzungen und der Abschlusszeremonie besteht. Im Rahmen der Plenarsitzungen werden mit Schwerpunkt auf die drei Themen „Wissenschaft als globales öffentliches Gut“, „Verantwortungsvolle KI bei der Bewältigung globaler Herausforderungen“ sowie „Wissenschaft, Gesellschaft und Vertrauen“ Dialoge und Austauschaktivitäten durchgeführt. Die Satellitensymposien decken zehn Fachbereiche ab, darunter Weltraumwissenschaften, Lebenswissenschaften, Geowissenschaften und neue Energien.
Vom 22. bis 23. Oktober folgt die ISC-Zwischensitzung der Mitglieder, an der vor allem die Mitglieder des Internationalen Wissenschaftsrats teilnehmen. Die Expertinnen und Experten werden eingehend erörtern, wie Wissenschaft und Technologie ihre wichtige Rolle bei der Bewältigung gemeinsamer globaler Herausforderungen und bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bestmöglich entfalten können.
(Inhaltsquelle: Beijing News)