Beijinger Forum zur Reform der „Sofortigen Bearbeitung von Beschwerden“ 2026
Forum
Über das Forum
Städte sind Räume der zivilisatorischen Entwicklung und Träger der Modernisierung. Angesichts der weltweit rasant voranschreitenden Urbanisierung – Schätzungen zufolge werden bis 2050 fast 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben – werden Probleme wie Bevölkerungsexplosion, Ressourcenknappheit und Komplexität der Governance immer deutlicher. Die Verbesserung der urbanen Governance sowie der Lebensqualität ist daher eine gemeinsame Aufgabe für Städte weltweit. Die rasante Entwicklung digitaler und intelligenter Technologien eröffnet neue Wege für eine inklusive, grüne und nachhaltige Entwicklung der Städte und verändert die Art und Weise der urbanen Governance grundlegend. Angesichts beispielloser Chancen und Herausforderungen haben Städte auf der ganzen Welt Reformen vorangetrieben und innovative Lösungen erkundet, wodurch zahlreiche wertvolle Erfahrungen gewonnen wurden. Der verstärkte globale Dialog, die Vertiefung der Zusammenarbeit im digitalen und intelligenten Bereich sowie die gemeinsame Förderung der Modernisierung der urbanen Governance sind daher zu gemeinsamen Aufgaben der Städte verschiedener Länder geworden, um Herausforderungen zu bewältigen und den Fortschritt der menschlichen Zivilisation zu fördern.
Beijing, eine berühmte Kulturstadt mit langer Geschichte und zugleich eine dynamische, moderne internationale Metropole, erstreckt sich über eine Fläche von 16.000 Quadratkilometern und hat mehr als 21 Millionen ständige Einwohner. Um den Herausforderungen der urbanen Governance zu begegnen, hat Beijing 2019 die Reform zur „Sofortigen Bearbeitung von Beschwerden“ eingeführt. Dabei dient die Bürgerservice-Hotline 12345 als Hauptkanal, um die „Stimme der Bürger“ ernst zu nehmen, jedes Anliegen aktiv aufzugreifen und die Anliegen der Bürger schnell entgegenzunehmen sowie effizient zu bearbeiten. Im Einklang mit dem Trend zur Digitalisierung und Intelligenz wird die tiefgreifende Integration von digitalen und intelligenten Technologien in die urbane Governance vorangetrieben. Die reichhaltigen Daten aus dem Leben der Bevölkerung werden systematisch erschlossen, um durch eingehende Analyse die zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, sodass man proaktiv und zielgerichtet auf häufig und gemeinsam auftretende schwierige Probleme eingehen kann. Es wurde ein Stimmungsindex der Bevölkerung entwickelt und ein Thinktank für das Gemeinwohl aufgebaut. In den vergangenen sieben Jahren wurden über 180 Millionen Bürgeranliegen bearbeitet, wobei die Lösungsquote und die Zufriedenheitsquote jeweils über 97 Prozent liegen. Es wurde ein vollständiges und effektives Managementsystem für öffentliche Dienstleistungen geschaffen, das einen geschlossenen Regelkreis bildet. Damit erkundet Beijing einen neuen Weg der modernen urbanen Governance, der von den Rückmeldungen der Bürger bestimmt wird.
Um den globalen Austausch und das gegenseitige Lernen in der urbanen Governance zu fördern, haben die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften, die China Media Group, das Komitee der Kommunistischen Partei Chinas der Stadt Beijing und die Volksregierung der Stadt Beijing gemeinsam das Beijinger Forum über die Reform der „Sofortigen Bearbeitung von Beschwerden“ 2026 ins Leben gerufen. Unter dem ständigen Thema „Volksstadt – Gemeinsam eine bessere Zukunft schaffen“ fand das Forum seit seiner Premiere 2021 bereits dreimal erfolgreich statt. Das Forum 2024 stand unter dem Jahresthema „Menschenzentrierte Modernisierung der urbanen Governance“ und begrüßte über 3.100 Gäste, darunter mehr als 170 internationale Teilnehmer aus 40 Ländern. Es wurden zahlreiche Ergebnisse veröffentlicht. Der Dokumentarfilm „Hotline Beijing“ (您的声音), der während der Veranstaltung seine Premiere feierte, kam in die Kinos in ganz China und wurde in mehreren internationalen Städten gezeigt. Er gewann mehrere Auszeichnungen, darunter den Golden Rooster Award für den besten Dokumentarfilm, den Goldenen Panda Award für die internationale Verbreitung chinesischer Geschichten und den Preis für den besten Dokumentarfilm des Jahres beim Chinese American Film Festival.
Das Forum findet alle zwei Jahre statt. Das Forum 2026 ist vom 12. bis 13. Oktober in Beijing geplant und steht unter dem Jahresthema „Digitales und intelligentes Zeitalter sowie Volksstadt“. Das Programm umfasst eine Eröffnungszeremonie, ein Hauptforum, parallele Foren und Salons sowie eine Abschlusszeremonie. Es werden mehrere Publikationen veröffentlicht, darunter eine Sammlung theoretischer Erkenntnisse zur Reform der „Sofortigen Bearbeitung von Beschwerden“, eine englischsprachige Monografie zur Reform, eine englischsprachige Sonderausgabe zur Reform, ein Bewertungsbericht über Hotline-Dienste und die Effektivität der Governance in globalen Städten sowie eine Sammlung typischer Fälle aus der globalen urbanen Governance. Zudem wird ein neuer Dokumentarfilm über die Reform gezeigt. Wir laden globale Vertreter aus Theorie und Praxis herzlich ein, sich aktiv am Austausch zu beteiligen, gemeinsam über die Richtungen und Wege der durch digitale und intelligente Technologien gestützten Modernisierung der urbanen Governance zu diskutieren und eine bessere Zukunft für die menschliche Stadtzivilisation zu schaffen!