In diesem Jahr wurden in Beijing weitere 114 urbane Mikrogärten an den „Goldenen Ecken und silbernen Kanten (金角银边)“ angelegt. Sie verteilen sich auf die Bezirke Chaoyang und Fengtai. Jeder Garten hat eine Fläche von 50 bis 400 Quadratmetern, die Gesamtfläche beträgt etwa 12.000 Quadratmeter. Diese Mikrogärten sind in sechs Szenariotypen unterteilt, darunter Gartengassen, Gartenwohngebiete, Gartengeschäftsviertel und Gartenbürostandorte, um den Bedürfnissen unterschiedlicher Nutzergruppen gerecht zu werden.
Im Mai dieses Jahres startete in Beijing ein nationaler Wettbewerb für Planung und Bau urbaner Mikrogärten an den „Goldenen Ecken und silbernen Kanten“. Insgesamt meldeten sich 331 Teams aus 26 Provinzen, autonomen Regionen und regierungsunmittelbaren Städten Chinas an und reichten 346 Entwürfe für den offenen Wettbewerbsbereich ein. Zu den Teilnehmenden zählten professionelle Designer, Lehrende und Studierende der Fachrichtungen Landschaftsarchitektur und Umweltdesign an Hochschulen, aber auch Bürger, Gartenbegeisterte und sogar Schüler der Grund- und weiterführenden Schulen.

Der Mikrogarten „Hof der Bambusschatten und Blüten“.
[Foto: Zhang Lu, Reporterin der Beijing News]
Im Rahmen des Wettbewerbs wurden 114 ungenutzte städtische Randgrundstücke in den Bezirken Chaoyang und Fengtai ausgewählt, um die Entwürfe als reale Gärten umzusetzen, die dauerhaft erhalten bleiben sollen. Der Mikrogarten „Hof der Bambusschatten und Blüten“ ist ein repräsentatives Beispiel. Er befindet sich in der Nähe des Zhongyu-Gebäudes im Kern des lebendigen internationalen Geschäftsviertels Sanlitun. Im Garten wurden winterharte Stauden und Ziergräser gepflanzt. Sie überwintern im Freien, sind wassersparend und dürreresistent und verursachen geringe Folgepflegekosten. Für den Bau kamen zwei Bambuswerkstoffe zum Einsatz: Bambus-Scrimber und verleimtes Bambusholz. Sie spiegeln chinesische Gestaltungselemente wider und sind zugleich umweltfreundlich. Der Pavillon in Form einer „Bambuslibelle“ bietet Besuchern Schatten und Ruheplätze.
Diese Mikrogärten zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus: Dazu zählen unter anderem Wissenschaftspopularisierungs- und Heilgärten, Gärten für nachbarschaftlichen Austausch sowie historische Themengärten. Sie verbessern nicht nur die Qualität der Stadtlandschaft und erweitern das Freizeit- und Erholungsangebot der Stadt, sondern liefern zudem übertragbare, anwendbare Vorbilder für den Bau urbaner Mikrogärten.
Auf Basis der 114 urbanen Mikrogärten wurden im Rahmen des Wettbewerbs drei CityWalk-Routen rund um die Gärten veröffentlicht. Die erste Route heißt „Gartengeschäftsstraßen · Buntes Chaoyang“. Sie verbindet städtische Wahrzeichen, Geschäftsviertel sowie nachbarschaftliche Mikrogärten an Orten wie Chaoyangmen, Sanlitun, Tuanjiehu und dem Chaoyang-Park. Die zweite Route lautet „Blumensuche auf der südlichen Zentralachse · Blütenzauber am Kaiserweg“. Sie beginnt an der U-Bahn-Station Puhuangyu und verbindet nachbarschaftliche Pocket-Gärten wie den Xingguang-Garten und den Liucai-Park sowie die Erlebnisgalerie Zhiqu-Tanqu. Die dritte Route trägt den Titel „Mikroleben in den Gassen · Neuer Glanz im Blumenviertel“. Sie erstreckt sich von der U-Bahn-Station Caoqiao im Osten bis zum Erinnerungs-Mikrogarten am Bahnhof Fengtai im Westen. Mit dieser Route werden brachliegende städtische Randflächen aktiviert: Nebenstraßenbereiche, Flussufer, Spalten zwischen Mauern, Brachflächen nach Abrissarbeiten und ehemalige Bahnflächen.
(Inhaltsquelle: Beijing News)