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Die Sonderausstellung „Vergangenheit und Zukunft – Ausgewählte Kulturgegenstände aus Xiaoxitian und Kunst der hängenden Skulpturen“ wurde am 22. Dezember in der Nationalbibliothek Chinas (Nationales Museum klassischer Bücher) eröffnet. Die kostenpflichtige Ausstellung ist voraussichtlich bis zum 8. Mai 2026 zu besichtigen.

Der Tempel Xiaoxitian im Kreis Xi in der Provinz Shanxi dient als Vorlage des Spiels Black Myth: Wukong. Der Ort war ursprünglich als Qianfo’an (Kloster der Tausend Buddhas) bekannt und ist berühmt für seine 1.978 erhaltenen Skulpturen aus der Ming-Dynastie. Aufgrund seiner einzigartigen hängenden Skulpturen wird es auch als „Museum der chinesischen Kunst der hängenden Skulpturen“ bezeichnet.

Die Ausstellung präsentiert erstmals eine systematische wissenschaftliche Aufarbeitung und öffentliche Präsentation der Kulturgegenstände verschiedener Dynastien aus der Sammlung von Xiaoxitian. Insgesamt werden 84 wertvolle Exponate in 50 Gruppen gezeigt, darunter bedeutende, im Tempel aufbewahrte Inschriftensteine, hochwertige vergoldete Bronzefiguren aus der Ming- und Qing Dynastie, seltene Exemplare des Drucke des Nördlichen Yongle-Kanons (永乐北藏The Yongle Northern Canon) sowie Fragmente hängender Skulpturen. Die Exponate bilden eine vollständige Abfolge mit großer zeitlicher Spannweite, wobei der Großteil von ihnen erstmals öffentlich ausgestellt wird.

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Es werden ausgewählte Schriftrollen des Nördlichen Yongle-Kanons (永乐北藏Yonglebeizang )ausgestellt, was zugleich die erste öffentliche Präsentation dieses im Tempel Xiaoxitian aufbewahrten Yonglebeizang  darstellt. Der auf kaiserlichen Erlass hin redigierte und offiziell autorisierte Nördliche Yongle-Kanon bewahrt zahlreiche klassische Texte des chinesischen Buddhismus. Er spiegelt nicht nur den typischen höfischen Kunststil  der Ming Dynastie wider, sondern gilt auch als ein wichtiges physisches Zeugnis für die Erforschung der chinesischen Druckgeschichte. Besucher können an einer interaktiven Installationen zum Blockdruck auch den Herstellungsprozess des Nördlichen Yongle-Kanons nachvollziehen.

In der Ausstellung wird die Szenerie der Haupthalle (Daxiong Baodian oder Mahavira-Halle) von Xiaoxitian mithilfe digitaler Technologien vollständig rekonstruiert. Mit einer VR-Brille können Besucher nicht nur die Gesamtstruktur der Architektur und Skulpturen sowie deren Details erleben, sondern auch über Gestenerkennung mit mehreren interaktiven Punkten interagieren. Dadurch werden die ursprünglich statischen hängenden Skulpturen visuell „zum Leben erweckt“ und es wird Wissen über hängende Skulpturen vermittelt. Darüber hinaus ist ein Dialog mit einer hyperrealistischen, digitalen virtuellen Figur des Gründers von Xiaoxitian, des Zen-Meisters Dongming, möglich.

Während der Öffnungszeiten finden täglich zwei kostenlose Führungen statt, jeweils um 9:30 Uhr und um 13:30 Uhr. In Verbindung mit den künstlerischen Besonderheiten von Xiaoxitian werden zudem „Kurse zum Kulturerbe“ angeboten. Dazu gehören Programme zum traditionellen immateriellen Kulturerbe, zur Montage historischer Architekturmodelle und zur traditionellen Papierherstellung. Darüber hinaus wurden mehrere charakteristische Szenerien und Fotopunkte eingerichtet. Rund 60 kostenlose Stempel stehen den Besuchern außerdem zum Sammeln als Erinnerung zur Verfügung.

(Inhaltsquelle: The Beijing News)