
Am 13. Juni, dem chinesischen Tag des Kultur- und Naturerbes, ist das Himmelstempelmuseum offiziell eröffnet worden. Den Kernbereich des Museums bildet das Amt der Göttlichen Musik (Shenyueshu) auf dem Gelände des Himmelstempels; hinzu kommen acht weitere kulturhistorische Ausstellungsbereiche, darunter die Ausstellung zur „Harmonischen Shao-Musik“ (Zhonghe Shaoyue), die Ausstellung zur Qinian-Halle (Halle der Erntegebete), die Ausstellung zu den historischen Gegenständen des Himmelstempels sowie die Ausstellung zur Geschichte und Kultur des Abstinenzpalastes (Zhaigong). Mit seiner Eröffnung wird die Reihe eigener Themenmuseen für alle acht UNESCO-Welterbestätten Beijings vervollständigt.
Das Himmelstempelmuseum führt die historische Architektur, die Tradition des immateriellen Kulturerbes und die museale Präsentation in einer vertieften Synthese zusammen. Über die architektonische Gestalt des Himmelstempels vermittelt es die Philosophie von der Harmonie aller Dinge und vom Leben im Einklang mit den natürlichen Zyklen. Zugleich verhilft es der musealen Arbeit am Himmelstempel zum Eintritt in eine neue Phase, die von systematischer Deutung, lebendiger Weitergabe und breiter öffentlicher Teilhabe geprägt ist, und lässt den Besucher Sammlungsobjekte und bauliches Erbe im Zusammenhang erleben.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem die Plattform zur Überwachung und Frühwarnung für das Weltkulturerbe in Beijing offiziell in Betrieb genommen. Die Plattform erfasst alle acht Weltkulturerbestätten der Hauptstadt und integriert mehrdimensionale Daten aus Meteorologie, Seismologie, Hydrologie, öffentlicher Meinung und anderen Bereichen. Ein vierteljährlich aktualisierter Abgleich von Fernerkundungsbildern ermöglicht die präzise Erkennung von Veränderungen der Bildsegmente in den Welterbe- und Pufferzonen. Die Plattform etabliert ein umfassendes Closed-Loop-Management aus „Überwachung – Frühwarnung – Reaktion“ und verbessert ein dreistufiges Überwachungssystem auf nationaler Ebene, auf Ebene der Stadt Beijing und auf Ebene der einzelnen Welterbestätten. Damit wird der Kulturerbeschutz von einem passiv-reaktiven zu einem aktiv-präventiven Ansatz weiterentwickelt, und zudem werden die Risikoerkennung sowie das Notfallmanagement gestärkt.
Darüber hinaus wurde die Neuauflage des Handbuchs „Welterbe in Beijing“ offiziell vorgestellt.
(Inhaltsquelle: Beijing Youth Daily)