
Besucher im Stadtgott-Tempel der Hauptstadt (Qinci). (Foto: Wu Yibin)
Der über 700 Jahre alte Stadtgott-Tempel der Hauptstadt (Duchenghuangmiao) öffnete am 30. Juni – eingerahmt von den Hochhäusern der Finanzstraße – wieder seine Pforten für das Publikum.
Der Tempel wurde in der Yuan-Dynastie errichtet und war einst der ranghöchste Stadtgott-Tempel des ganzen Landes. In der Ming- und Qing-Dynastie fand hier das belebteste Tempelfest Beijings statt, bei dem Antiquitäten, Kalligrafien, Malereien und exotische Raritäten aus Übersee zusammenströmten und Besucher sowie Händler aus dem In- und Ausland in Scharen anlockten.
Mit dem wachsenden Bewusstsein für den Denkmalschutz wurde der Tempel nach und nach freigeräumt und restauriert, und die Umgebung wurde verbessert. Jetzt ist der über Jahre verschlossene alte Tempel wieder zugänglich. Die erhaltene hintere Halle („Qinci“), die den Schlafraum der Gottheit repräsentiert, wurde in einen rund 420 Quadratmeter großen Ausstellungsraum umgewandelt. Dort ist die Ausstellung „Geschichte und Kultur des Stadtgott-Tempels der Hauptstadt“ eröffnet worden. Zu den wertvollen Exponaten zählen Gedenkstelen des Kaisers Zhengtong aus der Ming-Dynastie sowie die der Kaiser Yongzheng und Qianlong aus der Qing-Dynastie und vom Kaiser Kangxi und Yongzheng der Qing-Dynastie verfasste Inschriftentafeln. Diese Kulturgüter gehören zu den bedeutenden Zeugnissen, die Aufschluss über die geografische Lage der früheren Yuan-Hauptstadt Dadu geben.
(Inhaltsquelle: Beijing Daily)